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August 2024

Wie entstanden die sternförmigen Umrandungen um die Löcher im Schädel?

Veranschaulichung am Karton
Veranschaulichung am Karton

Im Bericht des Gerichtsmediziners wird festgehalten, dass mehrere Löcher in den Schädel der Opfer auffällige, sternförmige Muster um das 8mm breite Einschlagloch aufweisen. Diese ungewöhnlichen Muster gaben dem Gerichtsmediziner Rätsel auf. Eine schlüssige Erklärung konnte damals, und auch nicht in den Jahrzenten danach, zugeordnet werden.

 

Zufällige Entdeckung bringt Klärung

 

Eine Erklärung ergab sich erst über 100 Jahre später durch eine zufällige Beobachtung: Beim Ausführen von Schlagübungen an einem kopfförmigen Objekt mit einer Reuthaue stellte Adolf J. Köppel fest, dass die sternförmigen Muster entstehen können, wenn mehrfach auf dieselbe Einschlagstelle getroffen wird und dabei das Schlaginstrument leicht gedreht wird.

 

Auf die Opfer wurde mehrmals eingeschlagen. Beim ersten Schlag stand das Opfer noch, daraufhin sackte es zu Boden, und Andreas Gruber schlug weiterhin auf das am Boden liegende Opfer ein. So verschob sich die Einschlagposition.

 

An der Reuthaue war eine vierkantige Mutter befestigt. Traf Andreas Gruber mit der Reuthaue erneut dieselbe Stelle im Schädel, prägte sich diese Form um das bereits bestehende Loch ein und erzeugte so das auffällige, achtzackige Sternmuster.