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Zu den abgebildeten Menschen dieser Geschichte stellen wir Ihnen exklusive Leseproben zur Verfügung. So erhalten Sie einen lebendigen Eindruck von Handlung, Charakteren und Schreibstil – und können direkt in die damaligen Geschehnisse eintauchen.
Es werden nur Personen gezeigt, von denen historische Fotografien existieren. Die Darstellungen wurden nach bestem Wissen und mit Respekt gegenüber den realen Personen erstellt. Das exakte Aussehen kann nicht garantiert werden. Die Fotografien wurden zum Teil lediglich verbessert oder koloriert. Die Kleidung entspricht nicht immer der Realität. Die Bilder wurden mit Hilfe von KI erzeugt.
Karl Gabriel
Karl Gabriel heiratete Viktoria, weil sie offenbar ein Kind von ihm erwartete. Er zog mit ihr nach Hinterkaifeck. Auf dem Hof wurde er schlecht behandelt; Andreas Gruber war so geizig, dass er manchmal mittags nichts zu essen bekam.
Als er bemerkte, dass sich sein Schwiegervater an seiner Frau verging, kehrte er bereits nach drei Monaten zu seinen Eltern zurück. Karl Gabriel meldete sich anschliessend an die Kriegsfront, wo er kurze Zeit später in Frankreich fiel.
Alfred Hofner
Alfred Hofner arbeitete als Monteur in Pfaffenhofen. Am Nachmittag des 04.04.1922 traf er in Hinterkaifeck ein, um den Motor zu reparieren. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten fuhr er mit dem Fahrrad zum Ortsführer Lorenz Schlittenbauer und berichtete ihm, dass er auf Hinterkaifeck den Motor instand gesetzt habe und er dort nach dem Rechten sehen solle. Dies, weil die Tiere laut brüllten und ihm der Hof verlassen vorkam.
Falls Schlittenbauer einen der Bewohner antreffen würde, solle er ausrichten, dass der Motor wieder laufe.
Oberkriminalkommissar Georg Reingruber
Georg Reingruber war Oberkriminalkommissar bei der Polizei München. Er traf wenige Stunden nach der Entdeckung der Leichen mit seinem Team am Tatort ein und übernahm die Leitung der Ermittlungen. Seine Aufgabe war es, den Fall zu lösen.
Zeugen wurden befragt, Spuren verfolgt. Doch der Fokus lag auf der falschen Spur: ein Raubmord, ein Täter von ausserhalb.
Zudem entlastete er Lorenz Schlittenbauer. Dieser sei seiner Ansicht nach nicht in der Lage gewesen, eine solche Tat auszuführen – zu kränklich und an Asthma leidend.
Viktoria Gabriel
Viktoria lebte mit ihren zwei Kindern auf dem Hof. Im Dorf war sie als „Lerche von Hinterkaifeck“ bekannt, wegen ihrer schönen Singstimme. Gemeinsam mit ihrer Mutter sang sie im Kirchenchor in Waidhofen.
Nach zwei gescheiterten Beziehungen sah sie keinen Ausweg mehr, als mit ihren beiden Kindern auf dem Hof zu arbeiten und die Übergriffe ihres Vaters weiter zu ertragen. Ende März 1922 fasste sie den Entschluss, den Hof und damit auch ihren Vater zusammen mit den Kindern zu verlassen.
Andreas Gruber gönnte ihr jedoch keinen anderen Mann. Da er seine Tochter für sich behalten wollte, erschlug er sie, seine Familie und die Magd.
(Auf dem Originalfoto war Viktoria ca. 13 Jahre alt, auf dem nachgestellten Bild 37 Jahre alt.)
Lorenz Schlittenbauer
Der streng gläubige Lorenz Schlittenbauer war Vater, Landwirt und freiwilliger Ortsführer, da ihm die Belange der Bewohner am Herzen lagen. Nach dem Tod seiner ersten Frau ging er eine Liebschaft mit Viktoria ein. Trotz des inzestuösen Kindes wollte er sie heiraten.
Als Kaffeehändler ihm am 01. April 1922 eine Meldung überbrachten, nahm Schlittenbauer diese ernst. Gegen Abend machte er sich mit einer batteriebetriebenen Lampe auf den Weg nach Hinterkaifeck, um nach dem Rechten zu sehen. Dieser Abend sollte sein Leben für immer verändern... mehr dazu in den Büchern.
Jakob Siegl und Michael Plöckl
Jakob Siegl und Michael Plöckl waren Nachbarn von Lorenz Schlittenbauer. Auf Geheiss von Alfred Hofner machten sich die zwei Männer gemeinsam mit Lorenz Schlittenbauer auf den Weg nach Hinterkaifeck.
Bei der Entdeckung der Leichen verhielt sich Schlittenbauer auffällig, weshalb er bei den beiden unter Verdacht geriet. Jakob Siegl bestand sein Leben lang darauf, dass Lorenz Schlittenbauer die sechs Menschen ermordet habe.
Andreas Gruber
Andreas Gruber war der Mann, der über alles bestimmte: streng, kontrollierend und gefürchtet. Nachbarn beschrieben ihn als gewalttätig und schwer zu ertragen.
Gerüchte über Inzest und Misshandlungen innerhalb der Familie kursierten bereits seit Langem. Wegen Blutschande sass er ein Jahr im Zuchthaus.
Nach der schrecklichen Tat ergriff Andreas Gruber nicht die Flucht, sondern blieb auf dem Hof. Unbestraft und ungesühnt liegt er bis heute gemeinsam mit jenen im Familiengrab, die er am 31.03.1922 erschlagen hat.
Pfarrer Michael Haas
Der Ortsführer Lorenz Schlittenbauer vertraute Pfarrer Haas das Geheimnis um die Ermordung der Hinterkaifecker und den Tod von Andreas Gruber an, da er wusste, dass Haas durch das Beichtgeheimnis verpflichtet war, es für sich zu behalten.
Auf der verzweifelten Suche nach dem Täter und aufgrund der Schwere des Falles bat die Polizei später sogar den Papst in Rom darum, das Beichtgeheimnis aufzuheben. Doch Pfarrer Haas verstarb, bevor die Ermittler die Möglichkeit hatten, ihn zu befragen. So nahm er das Geheimnis mit in sein Grab.
Diese mini Krimi-Doku bietet einen kompakten Einblick in die Theorie von Adolf J. Köppel.
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Anlässlich des 100-jährigen Gedenkens an den Mordfall Hinterkaifeck inszenierte das Neuburger Volkstheater in Zusammenarbeit mit Adolf J. Köppel das Theaterstück Die Lerche von Hinterkaifeck. Die düstere Aufführung, die in der Nähe von Ingolstadt gezeigt wurde, zog mehr als 10'000 Besucher in ihren Bann.